Das Bett als Herzstück eines Hotels

Bereits drei Jahre vor Eröffnung des 5-Sterne-Plus Luxushotels The Fontenay in Hamburg begann die Planung für die Innenausstattung. „Wir wussten schon, dass wir die Betten bei der Firma Schramm bestellen, weil sie eine der besten Werkstätten sind und sehr viele Luxushotels ausstatten“, erinnert sich Thorsten Garbade, Director of Housekeeping, „wir sind also mit einem hohen Anspruch an den Start gegangen.“ Die Besonderheit des Fontenay-Betts von Schramm ist die perfekte Abstimmung der einzelnen Komponenten: Grundlage ist das Boxspringbett „Savoy“, dazu die Matratze „Grand Palais“ und darauf ein Lotustopper.

Auf jedem Doppelbett warten vier Kissen, zwei etwas festere Backpillows in der Größe 60 x 90 cm am Kopfende und davor zwei weichere Frontpillows mit den Maßen 50 x 70 cm. Die Bettwaren kommen von der Firma Mühldorfer: „Für die Topsuiten verwenden wir Decken aus Eiderdaunen“, erläutert Garabde, „das ist das hochwertigste, das es gibt.“ Alle anderen Zimmer haben eine Federbettdecke bestehend aus 90% Daunen und 10% Federn. Bei den Bettbezügen hat sich Garabde für ein Edelsatin der Firma Admiral aus Werneuchen in Brandenburg entschieden. Durch die Webung mit einer Fadendichte von 300 ist der Stoff sehr weich, knitterfrei und trotzdem langlebig. „Wenn die Wäsche sich beim Waschen stark verzieht oder gar reißt, ist das für das Housekeeping eine große Herausforderung“, sagt Garbade, „dann hat man plötzlich keine vier Garnituren mehr, sondern nur noch drei. Und wenn dann noch ein Level wegbricht, wird es womöglich knapp.“ Denn dann müsse die Wäscherei schneller reinigen und die Wäsche kann nicht mehr ruhen, was dem Verschließ weiteren Vorschub leiste. „Deshalb haben wir im Fontenay grundsätzlich fünf Garnituren für jedes Bett.“ Die Rückmeldungen der ersten Gäste waren ausschließlich positiv. Für Garbade ist klar: „Das Bett ist eines der wichtigsten Qualitätskriterien für den Gast. Und was nützen Parkettboden und Amenities, wenn sie nicht gut geschlafen haben?“

gambino hotels Sabrina Gambino Bildrechte liegen bei Nieder + Marx Design
Sabrina Gambino von gambino hotels. Bildrechte: ©Nieder+Marx Design

Budget-Hotel setzt auf nachhaltigen Schlafkomfort

Das Bettenkonzept des Budget-Hotels Gambino Cincinnati in München setzt zugleich auf den hohen Schlafkomfort eines 5-Sterne-Hauses und auf Nachhaltigkeit: Die Decken und Kissen sind aus Bio-Baumwolle vom Traditionshaus Mühldorfer im bayerischen Wald, die Bettwäsche der Firma Kächele in Laichingen zu 100% aus Baumwolle. Selbst die Wäscherei Frey in Burgau trägt den Umweltschutzgedanken mit, denn sie arbeitet als eine der ersten der Branche seit 2016 vollständig CO2-neutral. „In unserer schnelllebigen und oft stressigen Zeit, ist gesunder Schlaf essenziell“, sagt Sabrina Gambino-Kreindl, gemeinsam mit Ihrem Bruder Inhaberin der Gambino Group und Spiritus Rector des Konzepts, „aus diesem Grund liegt unser Fokus eindeutig auf dem Thema Bett – der Gast soll ins Zimmer kommen, das strahlend weiße Bett erblicken und sich schon darauf freuen, die Nacht darin zu verbringen.“ Zum erholsamen Schlaferlebnis tragen auch die verdunkelbaren Schallschutzfenster, ebenso das ausgeklügelte Lichtkonzept und die ergonomischen Betten der dänischen Marke BoConcept bei. Daneben bieten alle 146 Zimmer raumhohe Fenster, Flatscreen-TV mit Netflix-Funktion, eine Chaiselongue sowie kostenfreies Highspeed-WLAN. Die inkludierten morgendliche Tasse Kaffee oder Tee genießt man auch im Bett, denn ein Restaurant gibt es nicht.

Zimmerpflanzen mit Namen als außergewöhnliches Extra

„Unsere Komfortbetten sind zentraler Bestandteil des Serviceangebotes“, sagt Carstenn Hennig, Director of Communications der Novum Hospitality, zu der auch das neu eröffente niu Cobbles Essen gehört. Extra hohe Matratzen, Topper, hochwertige Textilien, Tagesdecke und ein dreiteiliges Kissenmenü zählen hier zur Standardausstattung. Am Bett findet sich außerdem der niu Sitzsack zum sehr Schmökern, surfen und netflixen, die Teufel-Soundbar mit Smartphone-Schnittstelle, ein 40-Zoll Samsung-Flatscreen-TV mit Zugang zur Content-Bibliothek, über Zugang zu Kinofilmen, TV-Serien, Zeitungen und Zeitschriften besteht. „All das ist wie unser Highspeed-WLAN im gesamten Hotel ist freilich im Zimmerpreis enthalten“, so Carsten Hennig. Außergewöhnliches Extra sind die „niu buddies“ – Zimmerpflanzen mit Namen wie Henriette oder Kevin, die der Gast für 1€ pro Nacht mit aufs Zimmer nehmen kann. Der Erlös wird an die unternehmensnahe Nader Etmenan-Stiftung gespendet.

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Marion Arens, Marketing Göbel Hotels

Besonders hohe Matratzen für ältere Gäste

„Die Göbel Hotels haben in den letzten zwei Jahren in neue Betten und Matratzen investiert“, sagt Marion Arens, Leitung Marketing & PR, unter anderem im Göbel’s Seehotel Diemelsee und im Göbel’s Hotel Quellenhof in Bad Wildungen. Dabei arbeite man seit vielen Jahren vertrauensvoll mit Möbelkreis Waldeck in Korbach zusammen. „Ein regionaler Lieferant mit guter Beratung ist uns sehr wichtig“, sagt Arens, „die professionelle und unkomplizierte Zusammenarbeit und die räumliche Nähe sind ein wichtiger Faktor bei der Auswahl unserer Hersteller und Lieferanten.“ Das Hauptaugenmerk bei der Auswahl der Matratzen wurde auf einen sehr hohen Schlafkomfort gelegt: „Die Taschenfederkern-Matratze mit einer Dicke von 25 cm begeistert seitdem unsere Gäste“, so Arens. Im Göbel’s Hotel Quellenhof sind die Betten allein rund 60cm hoch, so dass sich mit den extra dicken Matratzen eine sehr bequeem Einstiegshöhe für die Gäste ergebe. Das passt zum Gästeklientel am Kurortstandort, das eher etwas älter und sehr gesundheitsbewusst ist. Die Bettwäsche bezieht die Göbel-Gruppe von Standard Textil. Auf Wunsch stellt das Hotel seinen Gästen auch allergikerfreundliche Bettwäsche bereit. Standardmäßig liegen auf jedem Bett ein großes und ein kleines Kissen („Fritzchen“). Nackenstützkissen werden auf Wunsch auf die Zimmer gebracht. Die Betthupferl reichen vom „Schlafschäfchen“ aus Fruchtgummi, über Schokoladentäfelchen bis zur Praline im Göbel’s Schlosshotel.

Autor: Oliver Numrich. Dieser Text ist urheberrechtlich geschützt. Er erschien zuerst in der Allgemeinen Hotel- und Gastronomie-Zeitung.

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